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Von der Gründung bis zum Jahr 1939

Über den Anfang gibt uns das Gründungsprotokoll Auskunft. Es belegt, daß sich am 12.Mai 1930 im Gasthaus "Zum Schwanen" 25 Bürger von Niederhöchstadt nach einer Pflichtfeuerwehrübung zusammenfanden, um den Verein "Freiwillige Feuerwehr Niederhöchstadt" aus der Taufe zu heben. Dieser Verein von Freiwilligen löste die bis dahin bestehende Pflichtfeuerwehr ab.

Adam Hengst

Zum ersten Vorstand wurden folgende Kameraden gewählt:

    

1. Kommandant

Adam Hengst

2. Kommandant

Jakob Hermann

Steigführer

Gerorg Wagner

Hydrantenführer

Richard Scheer

Spritzenführer

Franz Götz

Schriftführer

Hermann Buch II

Kassierer

Wilhelm Reul

Als Geräte standen der neugegründeten Wehr eine Handdruckspritze sowie ein Hydrantenwagen mit 100 m Schlauchmaterial zur Verfügung.Die Handdruckspritze wurde von Pferden gezogen, der Hydrantenwagen von Hand.

Die Aufgabe der Freiwilligen Feuerwehr bestand zunächst darin, sich aus dem alten System der Pflichtfeuerwehr zu lösen, um sich in das neue hineinzuleben. Eine Aufgabe, die eine große Kameradschaft und eine gute Zusammenarbeit voraussetzte. Mit dem Beitritt in den Kreisfeuerwehrverband am 10.Juni 1930 wurde der Zusammenhalt noch gefördert. In der gleichen Versammlung übernahm auch die Freiwillige Feuerwehr Niederhöchstadt die Satzung des Kreisverbandes. Es wurde der Beitrag für die aktiven Kameraden auf RM 0,40 und für die passiven Mitglieder auf RM 0,80 festgelegt. Außerdem wurde noch beschlossen, daß diejenigen Bürger, die bis zum Jahresende 1930 in die Wehr eintraten, noch als Gründer zählten.

Am 12.Oktober 1930 wurde im Gasthaus "Zum Schwanen" das Stiftungsfest abgehalten. Es war das erste große Kameradschaftsfest der Wehr, dem sich noch viele anschlossen. Bei diesem Stiftungsfest erwirtschaftete die Wehr laut Protokollbuch durch Tanz und Tombola ihren ersten Gewinn von RM 226,45. Dies sollte nicht heißen, daß ab dann nur noch gefeiert wurde, nein, ganz im Gegenteil. So hatten die Wehrleute jeden zweiten Sonntag im Monat ihre Übungen, und die schon in aller früh zwischen 7 und 8 Uhr. Anschließend war dann immer eine Versammlung, in der alle wichtigen Punkte behandelt wurden. Auch wurden regelmäßig die Kreisverbandstage der Freiwilligen Feuerwehren besucht.

Am 16. Januar bekam die Wehr ihre erste Motorspritze, die auch gleich ihre "Feuertaufe" bei einem Scheunenbrand in Schwalbach bestehen mußte. Mit dieser Anschaffung wurde eine neue Epoche "Der Motorisierte Brandschutz" eingeleitet.

Trotz der "Machtübernahme" 1933 - die Feuerwehren wurden gleichgeschaltet, die Hoheits- und Dienstgradzeichen abgeändert, der Kommandant hieß 1.Führer, der Feuerwehrdienst wurde fast militärisch aufgezogen - wurde die Idee der Freiwilligen Feuerwehr nie getrübt und blieb unberührt.

Die Handdruckspritze

Der Hydrantenwagen

Die erste motorisierte Spritze

Scheunenbrand

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 zuletzt geändert am 05.05.2009